So lüften Sie richtig und sorgen für ein angenehmes Raumklima im Sommer

Moderne Gebäude sind sehr gut abgedichtet. Dies verhindert einen ungewollten Luftaustausch und spart Heizkosten – führt allerdings auch zu einer schlechteren Luftqualität. Hinzu kommt, dass die Raumluftfeuchte im Sommer generell höher ist als im Winter. Die Außenumgebung ist oft schwül und warm. Doch durch richtiges Lüften können Sie in Ihren eigenen vier Wänden für ein angenehmes Raumklima sorgen.

So lüften Sie richtig und sorgen für ein angenehmes Raumklima im Sommer

WARUM RICHTIGES LÜFTEN WICHTIG IST

Pro Tag setzt ein durchschnittlicher Dreipersonenhaushalt 7 bis 15 Liter Wasser in der Luft frei. Sei es durch Kochen, Waschen, Duschen oder einfach nur durch das Atmen: Wir geben rund um die Uhr Feuchtigkeit ab. Und nicht nur wir als Bewohner, sondern auch Zimmerpflanzen und Aquarien erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Kann die Feuchtigkeit von innen nicht entweichen, steigt ihre Konzentration immer mehr an. Ein erstes Indiz: Kondenswasser an den Fenstern. Das sich über die Zeit ansammelnde Kondenswasser ist kein Grund zur Besorgnis, kann allerdings auf Dauer zum Schimmel führen. Sogar Bauschäden sind möglich. Doch dazu muss es nicht kommen: Durch richtiges Lüften können Sie sich und Ihre eigenen vier Wände auch im Sommer schützen.

 

PRAKTISCHE TIPPS FÜR DAS LÜFTEN IM SOMMER

  • Kippen Sie das Fenster nicht, sondern öffnen Sie es weit. Dadurch gelangt viel kühle Luft ins Innere. Im Sommer empfiehlt sich eine etwas längere Lüftung von 20 Minuten. In dieser Zeit findet ein ausreichender Luftaustausch statt.
  • Schließen Sie die Fenster dann aber wieder richtig, da ansonsten in den wärmeren Stunden zu viel heiße Sommerluft in die Räume gelangt.
  • Lüften heißt in diesem Falle idealerweise Querlüften. Dafür öffnen Sie einfach gegenüberliegende Fenster gleichzeitig. Es entsteht ein Luftzug, durch welchen sich Raum- und Außenluft auf schnellstem Wege austauschen. Allerdings sollten Sie nicht querlüften, wenn besonders viel Feuchtigkeit im Raum ist – zum Beispiel nach dem Duschen oder Kochen. Durch den Durchzug verteilen sich Feuchtigkeit und Gerüche in der ganzen Wohnung. Schließen Sie die Zimmertüren in diesem Fall lieber vor dem Lüften.
  • Bei der sogenannten Stoßlüftung wird das Fenster weit geöffnet und die Tür geschlossen gehalten.

 

BESONDERHEITEN JE NACH RAUM

Wohnzimmer: In Wohn- und Arbeitsräumen sowie in Kinderzimmern gelten 40 bis 60% Luftfeuchtigkeit als ideal. Im Sommer pendeln sich die Zahlen eher an der oberen Grenze um 60% ein. Daher lautet hier die Devise: morgens und abends regelmäßig und vor allem richtig lüften!

Schlafzimmer: Im Schlafzimmer beträgt die ideale Luftfeuchtigkeit ebenfalls 40 bis 60%. Verbringen wir – zum Beispiel während der Nacht – eine längere Zeit in ein und demselben Raum, sammelt sich dort viel Feuchtigkeit an. Dadurch ist diese vor allem im Schlafzimmer hoch. Da die Temperaturen im Sommer nachts zurückgehen, können Sie bei gekipptem Fenster schlafen. Wem das unangenehm ist, der sollte vor dem Zubettgehen und nach dem Aufstehen richtig lüften.

Küche und Bad: In der Küche gelten 50 bis 60% Luftfeuchtigkeit als ideal. Im Bad dürfen es sogar 50 bis 70% sein. Durch tägliches Kochen, Duschen und Waschen sind die Werte jedoch schwer einzuhalten. Sie können das Raumklima normalisieren und Schimmel entgegenwirken, indem Sie direkt nach dem Duschen etc. stoßlüften.

Keller: Der Keller wird meist nicht als Wohnraum genutzt und ist somit einer der kältesten Räume im Gebäude. Daher gilt die Raumluftfeuchtigkeit erst ab 65% als zu hoch. Der kühle Raum lässt sich nicht durch Sommerluft aufwärmen. Die eindringende Luft ist feucht und führt durch rasches Abkühlen zu einer sogenannten „Sommerkondensation”. Sie kann sich an den Kellerwänden niederschlagen und zu Schimmel führen. Wir empfehlen daher: im Keller eher abends oder nachts lüften und die Fenster oder Türen am Tag geschlossen halten.

Dachgeschossräume: Im Sommer staut sich vor allem im Dachgeschoss Wärme an. Durch das eindringende Sonnenlicht steigen die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit. Wenn Sie jetzt die Dachfenster öffnen, gelangt noch mehr heiße Luft ins Innere. Halten Sie die Fenster tagsüber daher lieber komplett geschlossen und machen Sie die Vorhänge und Rollläden schon vormittags zu. Lüften Sie früh morgens oder in den Abendstunden.

Sonstige Räume: Selten genutzte Räume wie Flure, Abstellkammern oder Gästezimmer sollten Sie, wenn möglich, ebenfalls lüften. Denn auch hier gelangt unweigerlich Feuchtigkeit aus den anderen Räumen hinein, die Sie regulieren müssen, um Schimmel zu vermeiden.

 

Quelle vom Text: www.dein-heizungsbauer.de zum Teil in abgewandelter Form und umformuliert

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